Faust
von Johann Wolfgang von Goethe

FR 24. Juni und DO 14. Juli, , 19:30 Uhr

Eintritt: 15 € / 10 € (ermäßigt)

Regie: Thorsten Danner und Sven Prietz
Choreographie: Catherine Guerin
Kostüme: Justine Kreutzer

mit Lena Gebhardt, Elena Löffler, Katharina Pauls, Nina Schäfer, Chiara-Luisa Schrenk, Moritz Hahn, Rouven Honnef und Ruben Rapp

„Es irrt der Mensch, solang er strebt“
„Und Fluch vor allem der Geduld!“

Goethes Faust ist ein Ruheloser, ungeduldig, permanent auf der Flucht vor der Realität.
Ein moderner Mensch. Wir fühlen uns unmittelbar angesprochen, dabei ist er eine Gestalt aus dem 16. Jahrhundert.

Er verzweifelt an seinem eigenen Ehrgeiz, auf der Suche nach der Antwort auf die Frage:
„Was ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält?“.

Er gerät an den Heilsbringer Mephisto, der seinen Horizont um Sinnliches erweitert und ihn auf seinem Selbstfindungstrip in Abgründe der Begierde reißt. Dadurch gerät die Wissenschaft mehr und mehr in den Hintergrund und muss der neu entdeckten Lust weichen.

Dieser Stoff ist sehr aktuell!
Es geht um Ehrgeiz, Verführung und Selbstfindung. In der heutigen Gesellschaft gibt es viele, die aufgrund ihres Drangs, unbedingt Kariere zu machen, ihre Lebenslust immer wieder auf später verschieben.
Andererseits war es noch nie so einfach, der Verführung zu erliegen. Selbstfindung ist zum Modewort geworden.
Jeder verfolgt seine egoistischen Ziele und verliert dabei den Blick für das Wesentliche aus den Augen.

Die Abschlussklasse 2022 der Theaterakademie Mannheim stellt sich den menschlichen Ur-Bedürfnissen und sucht nach dem Sinn des Lebens, um nichts auf Später zu verschieben. Sie will sich schon jetzt von Goethes Stoff verführen lassen und lädt dazu ein, sich mit auf diese Reise zu begeben.